Archiv - 2008

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Leichtathleten greifen zur Selbsthilfe

Nachdem jahrelang der Kraftraum nicht gereinigt worden war, griffen die Leichtathleten des TV Heppenheim zur Selbsthilfe. Sie machten Weihnachtsputz. Mehrere Staubbeutel mussten geleert werden, Wasser, das fast schwarz war, zeigte, wie notwendig die Reinigung war. Da fast alle Leistungsathleten zulangten, wurde auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.



Posted: Dezember 2008

Ehrung der erfolgreichen Leichtathleten durch den HLV

Stimmungsvoll war die Ehrung 2008 durch den Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV). Im Festsaal des Fortbildungszentrums der Landesärztekammer Hessen in Bad Nauheim trafen sich alle Hessischen Leichtathleten und deren Trainer am Wochenende zur Ehrung 2008.

Nur Deutsche Meister und Teilnehmer an Internationalen Wettkämpfen und Länderkämpfen waren geladen. Diese HLV-Gala wurde neben dem Hessischen Leichtathletik-Verband auch vom Leichtathletik Förderverein Hessen veranstaltet, in dessen Kuratorium auch Hans Baumgartner sitzt. Aus Südhessen waren der Deutsche Juniorenmeister im Weitsprung und Länderkampfteilnehmer Remigius Roskosch und der Länderkampfteilnehmer Yannick Roggatz, beide vom TV Heppenheim, mit Coach Hansjörg Holzamer geladen.

Die Ehrung geschah in Altersblöcken und wurde durch ein buntes Programm aufgelockert. Höhepunkt das gemeinsame Essen der Hessischen Leichtathletikfamilie. Die Moderatorin des Abends war die FFH-Radio-Sportmoderatorin Julia Nestle. Es war ein echtes Familientreffen und es war reichlich Zeit, sich auszutauschen. Im Fokus stand natürlich die Kommende WM in Berlin.



Posted: Dezember 2008

Leichtathleten des TV Heppenheim halten Rückschau

Im Jahr 2008 gab es bei den Leichtathleten des TV Heppenheim einige Neuerungen. Coach Hansjörg Holzamer konzentrierte sich auf weniger Athleten und nur im Hochleistungsbereich. Mit der GGEW als Sponsor wurde seine langjährige Arbeit anerkannt und unterstützt. Co-Trainer Jörg Trautmann konnte sich über eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit 2008 freuen. Ein Gang durch das Jahr zeigt die Höhen und Tiefen der Saison.

Hessische Hallenmeisterschaften: Drei Titel

Aus dem Trainingslager im sonnigen Teneriffa ins regnerische Nordhessen, so begann die neue Saison. Drei Teilnehmer des TV Heppenheim traten bei den Hessischen Hallenmeisterschaften in Stadtallendorf an und dreimal standen sie in der Mitte des Treppchens, als Sieger. Yannick Roggatz, dem Neuheppenheimer, bereitete die Technik- und Trainingsumstellung zunächst Schwierigkeiten. Am Ende siegte der noch Fünfzehnjährige dennoch mit 6,87 m zum ersten Mal in der männlichen Jugend B überlegen. Für ein Drama sorgte Remigius Roskosch in der gleichen Disziplin bei den Männern. Es zeigte sich, dass die Halle in Stadtallendorf zu beengt ist. Remigius musste deshalb einen regelrechten Kleinkrieg mit den Stabhochspringern ausfechten, die seinen sehr langen Anlauf mit dem typischen Heppenheimer Auftakt übersahen und ihm ständig mit den Stäben den Anlauf versperrten. Dennoch er landete bei 7,52 m und damit war der Wettbewerb entschieden. „Besonders die Diskussion um den Anlauf hat Nerven gekostet“ meinte er. Unverhofft kommt oft, könnte man über den 400 m Lauf der Männer sagen. Zum ersten Mal trat hier Felix Trogisch in dieser Klasse über 400 m an. Von Anfang an hatte er das Heft in der Hand und siegte mit der Bestzeit aller Teilnehmer in guten 50,90 sec völlig überraschend.

Roggatz im Hochsprung

In der Woche nach den Hessischen B-Jugendmeisterschaften lief es für Yannick Roggartz zunächst weniger gut im Training. Nach dem Trainingslager auf den Kanaren meldete sich eine heftige Erkältung und machte ein Training praktisch unmöglich. Am Samstag bei den Hessischen A-Jugend - Hallenmeisterschaften in Kalbach war das zu spüren. Wieder einmal war der Springer vom TV Heppenheim jüngster Teilnehmer. Der Weitsprung verlief für ihn dramatisch. Der vier Jahre ältere Pschorner aus Bad-Soden Allendorf fing Yannick, der mit 6,97 m diesjährige persönliche Hallenbestleistung gesprungen war, im letzten Versuch um 6 cm und der Weite von 7,03 m knapp ab. Bei der Siegerehrung sprach man von David und Goliath. Die Niederlage wollte er nicht auf sich sitzen lassen und trat am Sonntag, an diesem Tag wurde er 16 Jahre alt, im Hochsprung der A-Jugend an. Hier siegte er mit 1,93 m gegen Konkurrenten, die schon weit höher als 2 Meter gesprungen waren. Unter dem Beifall des Publikums sprang er 10 Zentimeter über seine Körpergröße!!! Mit dem Titelgewinn machte er sich sein schönstes Geburtstagsgeschenk.

Roskosch "Doppelmeister" in Frankfurt

Zum wohl größten Erfolg seiner noch jungen Karriere kam bei den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften in Kalbach (FFM) Remigius Roskosch im Weitsprung. Der für die WG Darmstadt (Hochschule) startende TVH- Athlet dominierte seine Disziplin wie er wollte. Mit seiner Siegesweite von 7,44 m konnte er und sein Coach Hansjörg Holzamer nicht zufrieden sein. Es fehlte allerdings ein Anreiz. Kurios wieder einmal, dass er bei der Siegerehrung zum Doppelmeister gekürt wurde. Internationaler - und Deutscher Hochschulmeister. Auf die goldene Nadel, die ihm von der neuen Hessischen Leichtathletikpräsidenten Anja Wolf-Blanke angeheftet wurde, konnte er richtig stolz sein. Felix Trogisch, er startete in Frankfurt für die WG Heidelberg, machte es Roskosch nach und wurde mit einer Olympischen Staffel (800-200-200-400) ganz zum Schluss ebenfalls Hochschulmeister. Zwei Athleten am Start, zwei Siege, eine tolle Ausbeute für die Athleten des TVH.

Roskosch im Endkampf der Deutschen

Ein weiteres Ziel erreichte Remigius Roskosch in Sindelfingen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften. Er kam zum ersten Mal in einen Deutschen Männerendkampf im Weitsprung. Allerdings sah man ihm den Prüfungsstress sehr an. Unter anderem waren es Schwimmprüfungen, die ihm körperlich zusetzten. Diesmal waren seine Übertritte Millimeterarbeit, aber man war beim TV H mit dem siebten Platz sehr zufrieden. Allerdings ließ er höher dotierte Athleten hinter sich. Im Endkampf war er der jüngste Athlet. Der gleichzeitig stattfindende Hochsprung der Damen sorgte doch für große Unruhe im Anlauf.

Roskosch mit der Hallensaison 2008 zufrieden

Als größten Erfolg sieht Roskosch an, im B-Kader des Deutschen-Leichtathletik-Verbandes berufen zu sein. Das macht vieles doch einfacher und nun hat sich mit der GGEW (Gas, Strom und Wasserversorger) einen Sponsor gefunden der ihn und die Heppenheimer Spitzenathleten unterstützt. Sein Nahziel ist, die WM in Berlin (2009) zu erreichen. 2009 gibt’s auch noch die Universiade in Belgrad, die größte Sportveranstaltung nach den Olympischen Spielen. Wenn Roskosch auch der jüngste Springer im Kader ist, die Konkurrenz ist groß. Hinzu kommt, dass das Studium (Sportmanagement und Politik) ihn doch sehr fordert.

Hürdensprinter Florian Seibold unter der Haube

Bereits im März war es amtlich. Hürdensprinter Florian Seibold vom TV Heppenheim hat geheiratet. Seine Karriere, die mit einem dritten Platz bei der Juniorenweltmeisterschaft in Frankreich, dem vierten Platz bei der Universiade (Studentenweltmeisterschaft) und dem zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft 2005 ihren Höhepunkt hatte, musste er durch seine berufliche Neuorientierung als Eventmanager beenden. Hier hat er ein erfolgreiches Unternehmen gegründet. Er heiratete Sportkameradin Sabine Siepelt, die mit der Frauenstaffel der MTG Mannheim Deutsche Meisterin über 4 x 100 m geworden war. Sie ist eine gute Bekannte in Heppenheim und war oft mit dem TVH im Trainingslager. Bei den Deutschen Meisterschaften 2002 in Wattenscheid hatten sich beide kennen gelernt. Auch beruflich gehen sie jetzt gemeinsame Wege. Die studierte Sportmanagerin ist auch in der neuen Firma die ideale Ergänzung. Das Jawort gaben sich beide Sportler vor der romantischen Schlosskulisse in Heidelberg.

Roskosch zum Dritten in Weinheim

Nach einem Trainingslager in Fuerteventura (Canaren) begann die Freiluftsaison so richtig bei der Kurpfalzgala der Leichtathleten im benachbarten Weinheim. Hier konnten sich die Athleten des TV Heppenheim wieder gut in Szene setzen. Der Heppenheimer Weitspringer Remigius Roskosch gewann den Weitsprung in Weinheim zum dritten Mal in Folge nach einem harten Wettkampf mit 7.64 m. Das Wetter war sehr durchwachsen und ständig drohte Regen, außerdem wechselte der Wind. Sein Vereinskamerad Yannick Roggatz trat diesmal im Weitsprung der männlichen Jugend A an. Er war der jüngste Teilnehmer unter den Platzierten. Alle Sprünge waren zunächst dicht an der 7-Meter-Marke. Im Endkampf platzte dann der Knoten. Mit 7,24 m und 7,21 m, beide ohne Brett gesprungen, konnte er unter den Augen der Bundestrainieren Elke Barschat seine aufsteigende Form eindrucksvoll unter Beweis stellen und als bester 16jähriger Dritter im Feld werden. Das neue Talent des TV Heppenheim, Larissa Mathes, noch keine 16 Jahre alt, stellte sich der A-Jugend Konkurrenz im Sprint und lief als Dritte in ihrem Lauf mit 12,62 sec Vereinsrekord. Unmittelbar nach dem Wettkampf in Weinheim stieg man ins Auto und fuhr nach Garbsen (Nähe Hannover). Hier hatte der Deutsche Leichtathletik-Verband die Olympiaqualifikation im Weitsprung der Männer angesetzt. In Garbsen traf sich die Creme de la Creme, zu der Remigius Roskosch inzwischen gehört, zum ersten harten Vergleich im Jahre 2008. Ein kleines aber feines Sportfest mit zahlreichen Zuschauern. Leider war es im Norden trotz anderer Wetterprognosen kühl und windig und immer wieder regnete es. Die wechselnden Winde machten den Wettbewerb zudem zu einem Lotteriespiel. Im ersten Versuch landete Roskosch bei 7,56 m und lag lange an der Spitze. Immer wieder landete er bei 7,50m fast immer ohne Brett. Zwei weite Sprünge waren übergetreten. Leider lies der Wind keine Steigerung zu. Als jüngster Teilnehmer endete der Heppenheimer am Ende auf Platz Sechs, lies allerdings Konkurrenten die 2007 noch vor ihm lagen, hinter sich.

Die Quali geknackt

Beim DLV-Qualifikationssportfest in Münster (Westfalen) wollte Yannick Roggatz (TV Heppenheim) auch die Qualifikationsnorm über 110m Hürden für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin knacken. Die Trainingsleistungen zeigten, dass das möglich war. Der Weitsprung war erst am Abend und man suchte Konkurrenz. Allerdings sorgte ein heftiger Allergieanfall am Abend davor mit Atemnot kurz vor der Abfahrt für erhebliche Irritationen. Man entschloss sich dennoch, die weite Fahrt anzutreten. Schon im Vorlauf lief Roggatz auf Anhieb 14,62 sec bei Windstille. Das war Vereinsrekord und den hielt immerhin Remigius Roskosch, sein Springer - Vereinskollege Im Endlauf allerdings verhinderte ein Hürdenläufer mit ständigen Attacken auf das Nachziehbein des Reiseners einen überlegenen Sieg. Man verzichtete auf eine Disqualifikation und einen erneuten Lauf. Roggatz wollte ja auch noch am Qualifikationsspringen des DLV im Weitsprung teilnehmen. Hier zeigte sich aber, dass die körperliche Verfassung nicht optimal war. Als einziger B-Jugendlicher im Feld belegte er mit 6,92 m den Vierten Platz. Mit der Leistung konnte man unter den Umständen zufrieden sein. Die Bundestrainerin war es auf alle Fälle.

Remigius Roskosch wieder in der U 23 Nationalmannschaft

1997 hat mit Hans-Peter Lott vom TV Heppenheim der letzte Südhesse das große Springermeeting in Bad Langensalza gewonnen. Jetzt hat RemigiusRoskosch (TVH) eine Einladung zum größten Einzelwettkampf weltweit erhalten. Er war schon ein besonderer Moment, als er die Startnummer mit seinem Namen anheftete und auch noch ein Stuhl seinen Namen trug. Das baute einen erheblichen Druck auf. Zudem wurde er, aus Deutschlands Weitsprungdorf Heppenheim kommend, angekündigt. Viermal hatten ja Springer vom TV Heppenheim das Meeting gewonnen. Das Publikum jubelte, wenn Roskosch zu seinem spektakulären 3 ½ Schritte Hitchkick-Stil ansetzte und hatte ihn sofort ins Herz geschlossen. Leider sprang er in der ersten Gruppe, die nicht so vom Wind verwöhnt wurde. Im dritten Versuch mischte er die Gruppe auf und setzte sich mit persönlicher Bestleistung von 7,79 m an die Spitze. Es sollte bis zum sechsten und letzten Versuch dauern, bis er um einen Zentimeter übertroffen wurde. Da er bei seinem Sprung das Brett gerade nur berührt hatte und fast Windstille herrschte, war er etwas unzufrieden. Als der Bundestrainer ihm eröffnete, dass der DLV (Deutscher Leichtathletik-Verband) ihn am 28.06. in Rostock beim U23 Länderkampf dringend benötige, hellte sich sein Gesicht auf. Die Nationalmannschaft ist immer noch etwas Besonderes.

Roskosch Hessenmeister

In Wetzlar bei den Hessischen Meisterschaften ging der Blick oft bang zum Himmel, wo drohend schwarze Wolken hingen, doch außer leichtem Sprühregen und böigen Winden wurden die Leichtathleten verschont und es gab sogar sonnig Abschnitte. Der TV Heppenheim war diesmal nur mit zwei Athleten erschienen. Obwohl im Unistreß wollte Remigius Roskosch seine makellose Serie als Hessenmeister fortsetzen. Das gelang dann auch überlegen mit 7.42 m und weiten Abstand. Er ging nach einem Sicherheitssprung auf Weitenjagd und es wurde großes Spektakel geboten. Allerdings waren die weiten Sprünge tatsächlich knapp übertreten.

Schwarthoff heiratet

Vierzig Jahre ist er alt, das einstige Hürdenass des TV Heppenheim. 12 Jahre hat er in Heppenheim gewohnt, 15 Jahre hat er unter Hansjörg Holzamer trainiert. Nun heiratet Florian Schwarthoff in Prag seine langjährige Lebenspartnerin Jana Stastny. Die Abteilung hat als Geschenk einen Bilderbogen zusammengestellt, der auf die wichtigsten Stationen der Karriere von Schwarthoff hinweist. Was bleibt von dem Weltklasse Hürdenläufer und schnellsten Weißen im Hürdensprint in Erinnerung? Sein Zieleinlauf bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, der ihn auf den Bronzemedaillenplatz brachte, aber auch der schmerzhafte Sturz bei der Weltmeisterschaft in Göteborg 1995. Er ist der einzige Sprinter des DLVs mit einer Olympischen Medaille. Nüchterne Zahlen: 25 zig Mal blieb er unter der magischen 13,20 sec –Grenze mit dem Höhepunkt des Deutschen Rekordes von 13,05 sec 1995 in Bremen. Sein Lauf auf der ersten Geraden, der den TV Heppenheim 1994 zur Deutschen Meisterschaft und dem Silbernen Staffelstab über 4 x 100 m führte. Geführt vom Heppenheimer Coach Hansjörg Holzamer, der in zuerst zu einem Weitspringer machte, dann aber den Hürdenlauf forcierte und mit dem Shuttle-Schritt die Technik der heutigen Hürdensprinter entwickelte. Notgedrungen um bei der Größe von über zwei Metern noch durch den 9,16 m Abstand im Hürdenwald zu kommen. Die Zahl seiner Deutschen Meisterschaften, die Jugendmeisterschaften hinzugerechnet liegt bei 25 Titeln. Von den zahlreichen Preisen zählt der Rudolf-Harbig-Gedächtnis-Preis (1998) am höchsten. An vier Olympischen Spielen nahm er für den TV Heppenheim teil. Den Deutschen Hürdenrekord hat er übrigens viermal verbessert. Ein Hürdenläufer seiner Klasse vermisst man heute schmerzlich in Deutschland. Zurzeit lebt er in Berlin als erfolgreicher Architekt.

Sensation durch Larissa Mathes

Yannick Roggatz (TV Heppenheim) siegte bei den Hessischen B-Jugendmeisterschaften in Hofgeismar überlegen in seiner Spezialdisziplin im Weitsprung mit 6,90 m. Mit jedem seiner Sprünge wäre er Sieger geworden. Stolz präsentierte er bei der Siegerehrung die Goldmedaille. Im Hochsprung konnte er mit der Höhe (1,84 m) nicht zufrieden sein, hier war er im Training sehr viel höher gesprungen, aber nach einer schweren Verletzung eines Konkurrenten, Patellasehnen - Abriss, war eh der Wurm in der Disziplin. Dennoch eine Silbermedaille war aller Ehren wert. Roggatz ist erst im ersten Jahr der männlichen Jugend B. Dramatisch wurde es im 110m Hürdenlauf. Zum Start verzichtete Yannick auf weitere Versuche im Weitsprung. Kurz vorm Startschuss musste er überraschend die Bahn wechseln und den Startblock neu einstellen. Als er sah, dass er nicht mehr siegen konnte ließ er austrudeln und wurde Vierter. Nun gilt die Vorbereitung ganz den Deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin in vierzehn Tagen. Die absolute Sensation, nicht nur aus Heppenheimer Sicht, war die erst 15jährige Larissa Mathes vom TV Heppenheim. Im Vor - Zwischen- und Endlauf wurde sie jeweils Zweite hinter der späteren Siegerin. Im Zwischenlauf lief sie mit 12,27 sec neuen Vereinrekord. In einem Herzschlagfinale wurde sie mit 3 Hundertstel Vorsprung Zweite bei Gegenwind in 12,40 sec. Die Erste war unerreichbar. Die Entwicklung der jungen Sprinterin ist für Kenner atemberaubend, da sie durch minimalen Trainingseinsatz erreicht wurde. Im letzten Jahr war sie in der Schülerklasse Fünfte geworden jetzt diese Steigerung. Dramatisch war die Anreise. 5 Stunden standen die beiden Athleten mit Coach Hansjörg Holzamer im Stau und kamen erst gegen Mitternacht in der Evangelischen Akademie in Hofgeismar an.

Remigius Roskosch TV Heppenheim mit Goldmedaille

Schwarze Gewitterwolken zogen am ersten Tag der Deutschen Junioren-Meisterschaften in Recklinghausen auf. Auch die Vergangenheit holte die Heppenheimer wieder einmal ein: Der Stadionrekord in Recklinghausen stammte nämlich vom Heppenheimer Hans-Peter Lott. Als Roskosch zum ersten Versuch antrat, regnete es leicht. Gegen Ende der Weitsprungdisziplin prasselte ein Gewitter über das Stadion und ein Sturm fegte alles was nicht niet- und nagelfest war hinweg. Die Zuschauer retteten sich unters Tribünendach. Diesmal trotzte Roskosch allen Widrigkeiten. Er wollte unbedingt Meister und seiner Favoritenstellung gerecht werden. Beim ersten Anlauf stellte er überrascht fest, dass jemand seine Weitsprungspikes „mitgenommen“ hatte. Und das immerhin aus dem Innenraum. Es musste mit Trainingsspikes weitergehen. Die Konkurrenten hatten mit dem Wetter noch größere Schwierigkeiten. Im ersten Durchgang gab es keinen 7- m - Sprung. Roskosch hat inzwischen eine Fangemeinde, die seine Sprünge durch rhythmisches Klatschen lautstark unterstützt, die sind durch sein Weiterlaufen in der Luft für die Zuschauer spektakulär. Auch die Stadionsprecher sagen ihn an, während die technischen Disziplinen sonst eher stiefmütterlich behandelt werden. Mit einem Sicherheitssprung von 7,07 m war er unter diesen Umständen sicher im Endkampf, aber sehr unzufrieden. Die Anlaufbahn wurde immer rutschiger, was ihm eigentlich nicht liegt. Dann zeigte er, dass er unbedingt siegen wollte. Die Taktik wurde mit Coach Hansjörg Holzamer in der Coachingzone abgesprochen. Angesichts der überfluteten Anlaufbahn und fehlender Spezialspikes sollte nichts riskiert werden. Zweimal sprang Roskosch als Einziger über 7,50 m, mit seinem besten Sprung landete er bei 7,57 m. Dem hatte die Konkurrenz (7,43m Mathias Prey vom Hamburger SV) nichts entgegen zu setzen. Für Roskosch die erste Deutsche Meisterschaft, sieht man von der Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften ab. Die Siegerehrung konnte nur unter der Tribüne ablaufen. Das Wetter war zu chaotisch geworden. Dennoch hielt er stolz „seine“ Goldmedaille und die rote Rose hoch. Auch der Bundestrainer war von seiner kämpferischen Leistung sehr angetan. Leider war ein Siegerbild unter den Umständen nicht möglich. Über 400 m Hürden schrammte sein Vereinskamerad Felix Trogisch um 4 Hundertstel am Endlauf vorbei. Er verbesserte dabei unter ungünstigen Bedingungen im ersten Aktivenjahr seine Bestleistung um 1,4 Sekunden auf 54.16 sec erheblich.

Yannick Roggartz Silbermedaille in Berlin

Der Weitspringer Yannick Roggartz war in Berlin als Mitfavorit für den Weitsprung der männlichen Jugend B (16- und 17jährige) gehandelt worden. Es waren zwei Hessen, die ganz vorn erwartet wurden. Gleich im ersten Versuch setzte sich der 16jährige unter großen Beifall seiner Fans auf der Anlage auf der Gegengerade mit 7,09 m an die Spitze des Feldes und hielt die Spitzenposition überraschenderweise bis zu den letzten Durchgängen. Leider ließ er sich dann aus dem Konzept bringen. Hinzu kam, die Weitspringer wurden ständig von Vorlaufgruppen gestört, die über die Weitsprunganlage (Test für die WM!) geführt wurden und die die Anlaufmarken durcheinander brachten und auch die Markierungen der Biomechaniker veränderten. Roggartz fand erst wieder in den Wettkampf als ein Konkurrent weiter sprang. Allerdings war er dann übermotiviert, übertrat einen weiten Sprung knapp und einen Satz landete er unverständlicherweise nicht aus. Aber mit dem Wechsel des Windes blieb er nicht mehr der einzige 7-m-Springer und einer zog mit 7,14 m an ihm vorbei. Die Leistung in der Spitze war diesmal deutlich besser als im Vorjahr. Florian Schwarthoff, frisch vermählt und in Berlin wohnend, ließ es sich nicht nehmen, seinen Excoach Hansjörg Holzamer und Yannick Roggatz zu treffen und Erfahrungen auszutauschen. Er war vom jungen Athleten sehr angetan.

Yannick Roggartz zum Länderkampf nominiert

DLV hat das Team für U18-Länderkampf in Polen nominiert. In der Mannschaft auch Yannick Roggatz. 78 Athleten und Athletinnen vertraten beim U18-Länderkampf am 9. August im polnischen Slubice den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Gegner des deutschen Teams ist eine polnische Auswahl. Der Ort liegt unmittelbar hinter der Grenze bei Frankfurt (Oder), wieder einmal eine weite Anreise für das Talent aus Reisen. Yannick hat Erfahrung bereits bei der U18 Weltmeisterschaft 2007 in Ostrava gesammelt. Damals war er der jüngste Teilnehmer.

TV Heppenheim drittbester Verein in Hessen

Eine Gratulation kam beim TV Heppenheim vom Hessischen Leichtathletik-Verband an. Durch die Deutsche Meisterschaft von Remigius Roskosch im Weitsprung am letzten Samstag in Recklinghausen, platzierte sich der TV Heppenheim bei der Juniorenauswertung an der dritten Stelle hinter den beiden Frankfurter Vereinen Eintracht Frankfurt und Friedberg-Fauerbach. Das ist schon erstaunlich und ein großer Erfolg für die kleine Truppe von Hansjörg Holzamer.

Yannick Roggatz Süddeutscher B-Jugendmeister

Bei den Süddeutschen Meisterschaften in Ohdruf (Thüringen) setzte sich Yannick Roggatz wieder gut in Szene. Im Vorlauf über 110m Hürden lief er auf Anhieb mit 14,60 sec neue Bestzeit und Vereinsrekord, verzichtete aber wegen des folgenden Programms auf den Endlauf. Dramatisch wurde es im Hochsprung. Hier sprang er mit 1.95 m Saisonbestleistung. Verzichtete nach einem Fehlsprung über 1.98 m und hob sich die restlichen zwei Sprünge für 2,01 m auf. Auf seiner Rekordhöhe scheiterte er jedoch zweimal denkbar knapp. Am Sonntag war dann mit dem Weitsprung seine Spezialdisziplin dran. Hier war er zunächst nicht zufrieden, er lag bei Gegenwind bis zum letzen Durchgang „nur“ auf dem Dritten Platz. Dann platze der Knoten und der 16-jährige segelte auf 7,12 m und war mit dem Titelgewinn sehr zu frieden.

Was sind nun die Ziele für 2009?

Für Remigius Roskosch die WM im eigenen Land (Berlin) und die Universiade in Belgrad. Für Yannick Roggatz die U 18 Weltmeisterschaft in Brixen (Südtirol). Das wird schwer genug werden. Inzwischen wurde Roggatz in den C-Kader des DLV aufgenommen. Für sein Alter die höchste Kadereinstufung.

Posted: November 2008

Dunkle Wolken über Junioren-DM Remigius Roskosch TV Heppenheim mit Goldmedaille

Schwarze Gewitterwolken zogen am Samstagnachmittag auf, am ersten Tag der Deutschen Junioren-Meisterschaften in Recklinghausen. Die Stadt der Ruhrfestspiele hatte das Stadion herausgeputzt und auch die Vergangenheit holte die Heppenheimer ein, der Stadionrekord in Recklinghausen stammte vom Heppenheimer Hans-Peter Lott. Remigius „Remi“ Roskosch war vor 5 Jahren von Groß-Zimmern nach Heppenheim gezogen, um diese Momente erleben zu können. Meisterschaften und Länderkämpfe.

Als der Heppenheimer Weitspringer Remigius Roskosch zum ersten Versuch antrat, regnete es bereits leicht. Gegen Ende der Weitsprungdisz iplin prasselte ein Gewitter über das Stadion und ein Sturm fegte alles was nicht niet- und nagelfest war hinweg. Die Zuschauer retteten sich unters Tribünendach.

Diesmal trotzte Roskosch (TVH) allen Widrigkeiten. Er wollte unbedingt Meister und seiner Favoritenstellung gerecht werden. Beim ersten Anlauf stellte er überrascht fest, dass jemand seine Weitsprungspikes „mitgenommen“ hatte. Und das immerhin aus dem Innenraum. Es musste mit Trainingsspikes weitergehen. Die Konkurrenten hatten mit dem Wette r noch größere Schwierigkeiten. Im ersten Durchgang gab es keinen 7-Meter Sprung.

Roskosch hat inzwischen eine Fangemeinde, die seine Sprünge durch rhythmisches Klatschen lautstark unterstützt. Seine Sprünge sind durch das Weiterlaufen in der Luft für die Zuschauer spektakulär. Auch die Stadionsprecher sagen ihn an, während die technischen Disziplinen sonst eher stiefmütterlich behandelt werden. Mit einem Sicherheitssprung von 7,07 m war er unter diesen Umständen sicher im Endkampf, aber sehr unzufrieden. Die Anlaufbahn wurde immer rutschiger, was ihm eigentlich nicht liegt. Dann zeigte er, dass er unbedingt siegen wollte. Die Taktik wurde mit Coach Hansj örg Holzamer in der Coachingzone abgesprochen. Angesichts der überfluteten Anlaufbahn und fehlender Spezialspikes sollte nichts riskiert werden. Zweimal sprang Roskosch als Einziger über 7,50 m, mit seinem besten Sprung landete er bei 7,57 m. Dem hatte die Konkurrenz (7,43m Mathias Prey vom Hamburger SV) nichts entgegen zu setzen. Für Roskosch die erste Deutsche Meisterschaft, sieht man von der Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften ab. Auch die Siegerehrung konnte nur unter der Tribüne ablaufen. Das Wetter war zu chaotisch geworden.

Dennoch hielt er stolz „seine“ Goldmedaille und die rote Rose hoch. Auch der Bundestrainer war von seiner kämpferischen Leistung sehr angetan. Leider war ein Siegerbild unter diesen Umständen nicht möglich. Über 400 m Hürden schrammte sein Vereinskamerad Felix Trogisch um 4 Hundertstel am Endlauf vorbei. Er verbesserte dabei unter ungünstigen Bedingungen im ersten Aktivenjahr seine Bestleistung um 1,4 Sekunden erheblich.

Posted: Juli 2008

Remigius Roskosch wieder in der U 23 Nationalmannschaft

1997 hat mit Hans-Peter Lott vom TV Heppenheim der letzte Südhesse das große Springermeeting in Bad Langensalza gewonnen. Jetzt  hat Remigius Roskosch (TVH)  eine Einladung zum größten Einzelwettkampf weltweit erhalten. Eine große Auszeichnung und ein weiterer Schritt in seiner Karriere.
Er war schon ein besonderer Moment, als er die Startnummer mit seinem Namen anheftete und auch noch ein Stuhl seinen Namen trug. Das baute einen erheblichen Druck auf.  Zudem wurde er, als aus Deutschlands Weitsprungdorf Heppenheim kommend, angekündigt. Viermal hatten ja Springer vom TV Heppenheim das Meeting gewonnen. Das Publikum jubelte,  wenn Roskosch zu seinem spektakulären 3 ½ Schritte Hitchkick-Stil ansetzte und hatte ihn sofort ins Herz geschlossen.
Leider sprang er in der ersten Gruppe, die nicht so vom Wind verwöhnt wurde. Im dritten Versuch mischte er die Gruppe auf und setzte sich mit persönlicher Bestleistung von 7,79 m an die Spitze. Es sollte bis zum sechsten und letzten  Versuch dauern, bis er um einen Zentimeter übertroffen wurde. Da er bei seinem Sprung das Brett gerade nur berührt hatte und fast Windstille herrschte,  war er etwas unzufrieden.
Erst als der Bundestrainer ihm eröffnete, dass der DLV (Deutscher Leichtathletik-Verband) ihn am 28.06. in Rostock beim U23 Länderkampf dringend benötige, hellte sich sein Gesicht auf. Nationalmannschaft ist immer noch etwas Besonderes.
Star des Tages war jedoch Roskosch Mops Amun, der sein Herrschen überall hin begleitet und besonders die Kinder verzaubert. Er saß mit Mutter Sonja als kritischer Beobachter auf der Tribüne.
Nach dem Wettkampf stürzten sich dann hunderte von Kindern auf den Weitspringer aus Südhessen und wollten sein Autogramm und natürlich Amun streicheln.

Am Wochenende waren allerdings weitere Athleten des TV Heppenheim erfolgreich, Beim Junioren Cup anlässlich des Internationalen Askina Sportfestes im neuen Kasseler Auestadion wurde Yannick Roggatz als jüngster Teilnehmer im Weitsprung zwar nur Vierter und verpasste die Prämienränge um einen Zentimeter konnte mit den 6,94 m zufrieden sein.
Bei den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften in Tübungen startete Felix Trogisch zum ersten Mal in der Erwachsenenkategorie und wurde im 400 m Hürdenlauf in 55,55 sec Dritter. Mit Stolz nahm er die Bronzemedaille in Empfang. Die Heppenheimer Leichtathleten konkurrieren auf höchstem Niveau in einer olympischen Sportart das wird oft im Zeichen der Fanmeilen verkannt.

Posted: Juni 2008

Der TV Heppenheim hat einen neuen Sponsor: GGEW

Hier Weitspringer Remigius Roskosch mit der neuen Kleidung.

Posted: März 2008




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