Archiv - 2009

2016 2015 2014 2013 2012 2011 2009 2008 2007 2006 2005

Yannick Roggatz Bronzemedaillengewinner bei der Weltmeisterschaft in Brixen - die Stationen

Yannick Roggatz schafft die Qualifikationsweite für die U 18 Weltmeisterschaften in Brixen (Italien) Bei allen Tests war Yannick Roggatz gescheitert, immer um wenige Zentimeter. In Schweinfurt war es dann so weit. Es war im dritten Versuch: ein lautes "JA" hallte durch das Willy-Sachs-Stadion. Der Knoten für Yannick Roggatz, dem jugendlichen Weitspringer vom TV Heppenheim, war geplatzt. 7,30 m hätte er springen müssen. Ein Blick aufs Messband zeigte ihm an: 7,35 m. Die letzten Wettkämpfe hatte er mit Weiten um 7,28 m diese Marke geradezu bombardiert. Frustrierend war, dass er alle diese Weiten ohne Brett gesprungen war. Nun in Schweinfurt bei der Juniorengala gab es die letzte Ausscheidung der männlichen B-Jugend, für das Großereignis Weltmeisterschaft. Daraufhin hatte sein Coach und er hingearbeitet.

Perfekte Vorbereitung

Schon am Freitag war Trainer und Athlet mit dem Zug angereist. Die Eltern waren am entscheidenden Samstag mit dem Auto nachgekommen. Das Wetter in Schweinfurt war freundlich, aber der Wind wechselte ständig. Yannick meinte: "Das ist egal, heut liefere ich 'meine' 7,30 m ab…" Coach Holzamer saß oberhalb der Zwischenmarke.

Zunächst musste man mit einigen Unzulänglichkeiten zurechtkommen. Kein Kampfgericht an der Anzeigetafel. Außerdem bemängelte Yannick, dass nach dem dritten Durchgang die Reihenfolge nicht verändert wurde. Normalerweise hätte der Heppenheimer als Letzter springen sollen. Plötzlich sprangen auch andere B-Jugendliche über 7 Meter.

Roggatz allerdings ist dafür bekannt, gut kontern zu können und blieb unbeirrt auf der Erfolgsspur. Er ließ weite Sprünge um die 7.30 folgen. Interessant war, dass das Publikum voll hinter Roggatz stand. Man spürte dass etwas Wichtiges ablief. Es kam Stimmung auf. Bei den erösenden 7.35 m der Jubel. Den Eltern fielen Steine vom Herzen.

Nun musste Roggatz noch die Einkleidung und den medizinischen Check über sich ergehen lassen. Hinzu kam ein endloses Interview mit dem Pressemanager des DLV. Zur Siegerehrung, bei der er die Goldmedaille entgegennahm, kam er deshalb fast zu spät.

Südtirol und Yannick Roggatz fiebern der U18-WM entgegen

Die Titelkämpfe "Südtirol 2009 (WM 18)" vom 8. bis 12. Juli in Brixen galten als das Highlight im Südtiroler Sportkalender. Rund 1.500 Athleten aus 178 Nationen haben ihr Kommen angekündigt.

Roggatz ist einziger Weitspringer, der für Deutschland antritt. Brixen ist ja nicht so weit von Heppenheims Partnerstadt Kaltern entfern. So viele Teilnehmerländer wie nach den Voranmeldungen hat es bei einer U18-WM noch nie gegeben. Doch die Titelkämpfe in Brixen sind nicht nur deshalb etwas Besonderes. 2.160 Betten in 31 Unterkünften aller Art haben Brixen in ein einziges Athletendorf verwandeln.

"Die Vorfreude ist groß. Auch die Südtiroler Wirtschaft hat die Bedeutung dieser WM erkannt. Wie groß die Begeisterung ist, sieht man auch daran, dass wir bereits lange vor der WM das Freiwilligen-Kontingent von knapp 500 Helfern erreicht haben" sagte der Organisationschef.

Brixens Schüler waren sogar schon seit Monaten im WM-Fieber. Sie hatten im Rahmen des Projektes "Die Schule im WM-Fieber" Projekte zu sämtlichen Teilnehmerländern erstellt, die in den Schaufenstern und öffentlichen Gebäuden von Brixen ausgestellt waren.

Logistik als Herausforderung

Die größte Herausforderung in Brixen (Bessanone) ist die Logistik. "Wir werden täglich mit einer Flut von Anfragen aus aller Welt konfrontiert. Bei 178 Nationen ist das auch nicht verwunderlich", meinte Geschäftsführer Stefano Andreatta. Eine logistische Herausforderung ist auch die Verköstigung. 5.000 Menüs müssen täglich in fünf Mensen verabreicht werden. Da bedarf es einer minutiösen Planung.




Anreise bis München selbständig

Die deutsche Mannschaft musste selbständig nach München anreisen (Bahn). Die Anreise nach Brixen erfolgte am Samstag alle gemeinsam.

Wichtige Daten für Yannick

Yannick Roggatz war am Mittwoch 8. Juli um 18.40 mit der Quali dran. Die Qualifikationsweite waren die ominösen 7.30 m. Alle mit dieser Weite oder die 12 Besten bestreiten am Tag danach, Donnerstag den 9. Juli das Finale. In der Welt stand Yannick an elfter Stelle.

Coach Hansjörg Holzamer war mit Familie Roggatz zeitnah angereist. Ein Quartier in Brixen, nicht weit vom Stadion entfernt, wurde gefunden. Ob und wie der Trainer auf den Einlaufplatz kommt und wie er seinen Springer im Stadion betreuen kann, stand noch in den Sternen. Aber die Situation kennt er ja nur zu gut.

U18-WM - Yannick Roggatz auf dem Treppchen

2007 war der Heppenheimer Weitspringer mit seinen 15 Lenzen bei der U18-WM in Ostrava (Tschechische Republik) noch an der Qualifikation gescheitert, in Brixen spielte er bei der Neuauflage seine gewonnene Routine und Technik aus und sprang frech um den Sieg mit.

Am Ende reichte es in einem spannenden und abwechslungsreichen Wettkampf, der in den beiden letzten Durchgängen unter dem einsetzenden Regen und Gegenwind litt, mit einer neuen Bestleistung von 7,53 Metern zu Bronze.

"Ich bin diesmal viel lockerer in den Wettkampf gegangen als vor zwei Jahren. Die Einstellung war diesmal richtig gut. Die Erfahrung hat viel gebracht", war sich der 17-Jährige selbst sicher. Trotzdem sagte er auch: "Ein bisschen überraschend kam die Medaille schon. Ich war nach der Quali mit den 7,47 Metern gar nicht sicher, ob ich mich noch einmal steigern kann." Es kam alles ganz anders als geplant. Wer hätte wissen können, dass die Weite von 7,29 m (vor zwei Jahren immerhin Platz Drei) diesmal nicht einmal zum Einzugs in den Vorkampf gelangt hätten. Immerhin waren 48 Springer angetreten und 15 schafften die Qualinorm von 7,30 m. Kurios auch, dass Roggatz jeweils mittwochs und donnerstags der erste Springer war.

Mit 7,35 m war der junge Weitspringer vom TV Heppenheim angereist. Er eröffnete den Wettkampf mit 7,16 m und lag lange an der Spitze. Im zweiten Versuch sprang er 7,47 m und war im Vorkampf. Alle Springer mit 7,30 m waren automatisch qualifiziert. Coach Holzamer war mit der Familie Roggatz angereist. Den Aufenthalt und die Rückreise (Bahn) zahlte er aus eigener Tasche. Da er wieder einmal nicht richtig akkreditiert war, machte er am Mittwoch bei der Quali unsanft Bekanntschaft mit den Ordnern. Es war nämlich schwierig, den Weitsprung einzusehen. Dazu musste man aufstehen und ärgerte natürlich die Zuschauer.

Am Donnerstag, dem Finaltag war dann alles klar. Die „Long jump boys“ Coachingkarte war vorhanden. Yannick begann diesmal mit 7,26 m. Coach Holzamer analysierte sofort den Fehler und jetzt ging es weiter mit Bestleistung.

Ob er die 7,53 m noch hätte steigern können ist offen. Die letzten beiden Versuche fanden unter sehr schlechten Bedingungen statt. Ein Gewitter beendete den Wettkampf. "Ich bin nicht sicher ob es nicht so besser war", meinte der Vater. Als dann der Viertplazierte nicht weiter gesprungen war, kam der Schrei von Yannick in den prasselnden Regen. Die Medaille war da. Übrigens für Holzamer die erste internationale Jugendmedaille, meinte Vater Roggatz trocken.

Der Heppenheimer Weitspringer war sogar in Eurosport zu sehen. Leider nur die beiden ungültigen Sprünge. Der Kommentator wies darauf hin, dass Coach Holzamer in der Vergangenheit fast immer Recht hatte in seiner Kritik am Verband.

Posted: Dezember 2009

Ehrung des HLV in Frankfurt/Main

Am Freitag letzter Woche traf sich die Leichtathletik-Familie des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) in Frankfurt im Hotel Mövenpick zur Ehrung der Athleten, die in der abgelaufenen Saison international in Erscheinung getreten waren.

Dabei trat auch eine Breakdance-Gruppe auf und die Überraschung war groß, sie kam aus Heppenheim und hatte großen Erfolg.

Geehrt wurde u.a. der Bronzemedaillen-Gewinner im Weitsprung der U18-WM von Brixen (Südtirol) vom TV Heppenheim, Yannick Roggatz, mit 7,54 m und Bestleistung bei diesem Topereignis. Für Coach Hansjörg Holzamer gab es überraschend eine Sonderehrung.

Posted: Oktober 2009

Goldene Bestennadeln des DLV an TVH-Athleten

Die vom Deutschen Leichtathletik-Verband verliehenen goldenen Bestennadeln für die TV Heppenheim Athleten (10 Besten in einer Disziplin), wurden an Yannick Roggatz (Weitsprung Jugend), Felix Trogisch (400 m Hürden Junioren) und Remigius Roskosch (Weitsprung Aktive) übergeben. Es fehlen leider Felix Krauß (400 m Junioren), zurzeit Studium in Köln, und Larissa Mathes 100 m B-Jugend (zurzeit in Frankreich Schüleraustausch).


Posted: Oktober 2009

Der Nachwuchs des TVH

Der Altweibersommer macht`s möglich. Noch einmal traf sich der Nachwuchs der Leichtathleten des TV Heppenheim im Starkenburg Stadion.

Hier das Abschlussfoto der 7- bis 10-jährigen mit Trainer Jörg Trautmann.

Posted: Oktober 2009

Sportliche Prominenz an der Bergstraße

Vergangenen Samstag war es schließlich so weit: Aus allen Ecken Deutschlands, nein sogar aus dem Ausland strömten ehemalige sowie noch aktive Leichtathleten des TV Heppenheim in das Café N in der Altstadt von Heppenheim. Mehr als 70 begeisterte Leichtathleten trafen sich dort auf Bewährter Initiative von Jörg Trautmann und Irene Drayß.

Dabei auch die Gewinner olympischer Medaillen; Hans Baumgartner, Florian Schwarthoff dazu die Olympiateilnehmer u. a. Hans-Peter Lott (Weitsprung) und Wolfgang Kreissig (Hochsprung). Christian Thomas, Randolph Ochsmann, Alexander Bub, Peter Rouhi und noch viele weitere namhafte Ausnahmeathleten folgten der Einladung. Doch trotz allen sportlichen Erfolgen und unzähligen Deutschen Meisterschaften standen sie nicht im Mittelpunkt.

Das Treffen galt einem "Urheppenheimer". Zu ehren war Trainer Hansjörg Holzamer, der Anfang des Jahres runde 70 Jahre geworden war. Aufgrund dieses runden Geburtstages trafen sich seine ehemaligen Leichtathleten, wie auch schon vor fünf Jahren alle in Heppenheim. Seit 1956 ist er Trainer in Heppenheim, 10 Jahre war er Bundestrainer für Weitsprung gewesen fast einmalig.

Holzamer saß sehr zufrieden vom frühen Abend an bis Mitternacht in ständig rotierender Runde. Niemand ließ es sich nehmen, zumindest kurz, mit dem ehemaligen Trainer ein paar Worte zu wechseln. Es wurde freudig in alten Erinnerungen geschwelgt, Anekdoten brachten das ganze Lokal zum Lachen, aber auch der "aktuelle Stand" der Athleten galt Holzamers Interesse. Im Mittelpunkt der Erinnerungen stand natürlich der Coup von 1994 als der TVH "ohne Sprinter" die 4x100 m Staffel und damit den "Silbernen Staffelstab" gewann bei den Deutschen Meisterschaften gewann. Der Lauf von Christan Thomas, Florian Schwarthoff, Alexander Bund und Thorsten Dauth war noch voll in Erinnerung.

Heute wie damals ist Holzamers einzige Bedingung, neben dem sportlichen Ehrgeiz, eine schulische bzw. eine berufliche Weiterentwicklung. So befinden sich fast nur Akademiker, viele Doktoranden und sogar Professoren oder solche die noch auf ähnlichen Wege sind unter den Athleten.

Doch auch der Leichtathletik blieben viele treu, organisieren sich wie z. B. Florian Schwarthoff im Deutschen Leichtathletik Verband, sind im Sportsponsoring tätig wie der Hürdenläufer Florian Seibold oder engagieren sich überaus zahlreich und aktiv im Nachwuchstraining. Besonders erfreulich war das Treffen mit Florian Schwarthoff, der es sich nehmen ließ, von Berlin aus an die Bergstraße zu kommen. Selbst aus London kamen "Ehemalige".

Es war schließlich ein bunter Abend, mit einem reichhaltigen Buffet und Holzamer schaffte es Athleten aus über fünf Jahrzehnten erfolgreichen Trainings zusammenzuführen. Er kannte sie noch alle Für die Athleten, die damals täglich zusammen trainierten, war dies natürlich ein schönes Ereignis, um auch ihre alten Kameraden wieder zu sehen. Dies bewiesen vor allem strahlenden Gesichter und die herzlichen Umarmungen die folgten, wenn sich im Cafe N die Tür erneut öffnete. Schon jetzt freuen sich alle auf ein Wiedersehen in fünf Jahren.

"Ihr" Trainer ist immer noch aktiv und hat mit der Bronzemedaille von Yannick Roggatz im Weitsprung der U 18 bewiesen, dass er es auf hohem Niveau immer noch kann. Mit Roskosch hat er auch wieder einen Weitspringer der Spitzenklasse, der allerdings stark ins Studium eingespannt ist. 2010 wird man am 03.06. im Starkenburg Stadion das Springen um den Hans-Baumgartner Pokal austragen.

Posted: Oktober 2009

Felix Trogisch fasst seine WM-Eindrücke zusammen

Während viele die Leichtathletik Weltmeisterschaften in Berlin am Fernsehapparat verfolgten, sammelte der „Volonteer“ Felix Trogisch vom TV Heppenheim ganz eigene Erfahrungen.

Die Anreise nach Berlin am 10.08. verlief reibungslos. Die Akkreditierung war etwas stressig, gottseidank passte aber die Kleidung bei ihm wie angegossen. Am folgenden Tag (11.08.) gab es eine kurze Nachschulung von Dr. Anne Jakob vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Dann begann der Einsatz im Hotel "Estrel".

Der Arbeitstag startete um 6.30 Uhr und endete um 15 Uhr. Das hieß aufstehen um 5.15 Uhr, zusammen mit den gesellschaftlichen Aktivitäten bringt ein solcher Ablauf auch einen Langsprinter wie Trogisch schnell an körperlichen Grenzen. Es gab eine grandiose Stimmung unter den Volunteers sowohl bereichsintern als mit anderen Bereichen und zahlreichen selbstorganisierten Treffs. Ab 15.8. kam auch noch der Besuch der Weltmeisterschaften mit nahezu freier Platzwahl hinzu.

Erster Höhepunkt war allerdings am 14.08. die "Willkommensfeier am Brandenburger Tor". Trogisch konnte auf den VIP-Plätzen Platz nehmen, mitten unter der Prominenz. Es war ein beindruckendes riesiges Spektakel.

Im Stadion hatte er freie Platzwahl. Am meisten beeindruckte ihn dabei gleich in den ersten Tagen Jennifer Oesers zweite Runde im 800-Meterlauf des Siebenkampfes, als sie stürzte, aufstand und die Silbermedaille errang, das beeindruckte ihn noch mehr als der Fabelweltrekord des Jamaikaners Bolt im Sprint 10 Minuten später. Schon ab Donnerstag hatte Trogisch keine Stimme mehr.

Ein weiterer Höhepunkt war, dass er viele Stars "privat" im Hotel, in der Lobby oder beim Essen traf und sich mit seinen Vorbildern, die er bisher nur vom Fernsehen kannte, fotografieren lassen konnte. Am Schlusssonntag musste er dann zur Aushilfe ins Stadion wegen der Staffel, er war ja als Pharmaziestudent der Antidopinggruppe zugeteilt worden.


Der offizielle Teil endete für ihn mit einem riesigen Bankett am späten Sonntagabend in der Nähe des Treptower Parks mit letzten Siegerehrungen, Musik, Party zusammen auch mit vielen Stars.

Erst in der kommenden Woche war dann Rückreise, die er vollkommen erschöpft antrat. Zwei anstrengende aber auch unvergessliche Wochen mit vielen neuen Eindrücken, Bekanntschaften und Erlebnisse lagen hinter ihm.

Posted: August 2009

Felix Trogisch bei der WM in Berlin

Während Remigius Roskosch im Weitsprung knapp gescheitert ist, kann der Bronzemedaillengewinner im Weitsprung der U18, Yannick Roggatz (TV Heppenheim), in einem Camp des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) bei der WM in Berlin live dabei sein und alles vor Ort erleben.

Teilnehmer ist auch Felix Trogisch vom TV Heppenheim. Der Hürdenläufer gehört zu den 3000 Voluteers (Neudeutsch für "Freiwillige"), die als Helfer bei den Weltmeisterschaften eingesetzt werden. Der Heppenheimer Leichtathlet wurde unter 5000 Mitbewerbern ausgewählt.

Volunteer für die WM in Berlin

Volunteers wurden für die Bereiche Akkreditierung, Allrounder, Antidoping, Besucherservice , Finanzen, Geschäftsführung, Hotels, IT/Telekommunikation , Logistik, Marketing, Medical, PR/Medien, Protokoll, Transport/Fahrdienst, Ticketing etc. ausgewählt.

Anfang 2008 hatte sich der Langhürdler Felix Trogisch per Internet beworben. Nur mal so. Überraschend kamen im Juni/Juli 2008 Einladungen zu Interviews. Am 15.08.2008 wurde er zum Interview bestellt. In diesem Interview wurden persönliche Daten und vor allem die Verfügbarkeit überprüft.

Als Pharmaziestudent mit inzwischen erstem Staatsexamen, war Trogisch natürlich erste Wahl für Dopingkontrollen. Die Zusage kam allerdings erst im Mai 2009. Dann wurde es ernst. Er bekam Einladungen zu verschiedenen Schulungen im Juni-August 2009 im Kinosaal im alten Olympischen Dorf der Olympischen Spiele von 1936. Er wurde im Anti-Dopingbereich im Teamhotel "Estrel" (hier wohnen keine Deutschen Teilnehmer) eingesetzt. Andere Möglichkeiten wären noch am Brandenburger Tor bei den Lauf - und Gehwettbewerben oder im Stadion gewesen. Sieben Stunden dauerte die Unterweisung. "Es war eine 'Motivierung' mit ernüchternden Fakten aber auch viel Lehrreiches zur Vorgehensweise, vor allem wurde auf die Schweigepflicht hingewiesen."

Der Einsatz von Trogisch wird bereits im Vorfeld der WM beginnen. Er wird am 10.08. anreisen und erst am 24.08. wieder abreisen. Es wurde leider sehr schnell klar, dass die An- und Abreise und die Unterkunft selbst organisiert werden musste und vor allem selbst bezahlt werden sollte.

Trogisch wird mit drei anderen Volunteers in einer Ferienwohnung in Kreuzberg wohnen. Natürlich hat das Organisationskomitee alles logistisch unterstützt. In der Freizeit, die liegt bei Trogisch meist am Abend zur besten Wettkampfzeit, haben die Volunteers freien Eintritt ins Olympiastadion. Die Ausrüstung und Kleidung wird von der Firma ADIDAS gestellt, dabei hat jeder Einsatzbereich eine eigene Farbe und bei Trogisch wird es Grün sein.

Die Akkreditierung und die Ausrüstung würden am 10. August eine "Riesenlogistik", meint er.

"Es wird eine interessante und spannende aber auch stressige Zeit werden, aber die Vorfreude überwiegt bei weitem", meint Felix Trogisch. Beide Heppenheimer werden sich auch in Berlin mit TVH-Star Florian Schwarthoff treffen.

Posted: August 2009

U18-WM - Yannick Roggatz auf dem Treppchen

2007 war der Heppenheimer Weitspringer mit seinen 15 Lenzen bei der U18-WM in Ostrava (Tschechische Republik) noch an der Qualifikation gescheitert, am Donnerstag spielte er in Brixen (Italien) bei der Neuauflage seine gewonnene Routine und Technik aus und sprang frech um den Sieg mit.

Am Ende reichte es in einem spannenden und abwechslungsreichen Wettkampf, der in den beiden letzten Durchgängen unter dem einsetzenden Regen und Gegenwind litt, mit einer neuen Bestleistung von 7,53 Metern zu Bronze. Bei einer Weltmeisterschaft wohlgemerkt.

"Ich bin diesmal viel lockerer in den Wettkampf gegangen als vor zwei Jahren. Die Einstellung war diesmal richtig gut. Die Erfahrung hat viel gebracht", war sich der 17-Jährige selbst sicher. Trotzdem sagte er auch: "Ein bisschen überraschend kam die Medaille schon. Ich war nach der Quali mit den 7,47 Metern gar nicht sicher, ob ich mich noch einmal steigern kann."

Es kam alles ganz anders als geplant. Wer hätte wissen können, dass die Weite von 7,29 m (vor zwei Jahren immerhin Platz Drei) diesmal nicht einmal zum Einzugs in den Vorkampf gelangt hätten. Immerhin waren 48 Springer angetreten und 15 schafften die Qualinorm von 7,30 m. Kurios auch, dass Roggatz jeweils mittwochs und donnerstags der erste Springer war. Mit 7,35 m war der junge Weitspringer vom TV Heppenheim angereist. Er eröffnete den Wettkampf mit 7,16 m und lag lange an der Spitze. Im zweiten Versuch sprang er 7,47 m und war im Vorkampf. Alle Springer mit 7,30 m waren automatisch qualifiziert.

Coach Holzamer war mit der Familie Roggatz angereist. Den Aufenthalt und die Rückreise (Bahn) zahlte er aus eigener Tasche. Da er nicht richtig akkreditiert war , machte er am Mittwoch bei der Quali unsanft Bekanntschaft mit den Ordnern. Es war nämlich schwierig, den Weitsprung einzusehen. Dazu musste man aufstehen und ärgerte natürlich die Zuschauer.

Am Donnerstag, dem Finaltag war dann alles klar. Die "Long jump boys" Coachingkarte war vorhanden. Yannick begann diesmal mit 7,26 m. Coach Holzamer analysierte sofort den Fehler und jetzt ging es weiter mit Bestleistung. Ob er die 7,53 m noch hätte steigern können ist offen. Die letzten beiden Versuche fanden unter sehr schlechten Bedingungen statt. Ein Gewitter beendete den Wettkampf. "Ich bin nicht sicher ob es nicht so besser war", meinte der Vater. Als dann der Viertplazierte nicht weiter gesprungen war, kam der Schrei von Yannick in den prasselnden Regen. Die Medaille war da. Übrigens für Holzamer die erste internationale Jugendmedaille, meinte Vater Roggatz trocken.

Serie zum Aufbauen

Jetzt blickte Yannick optimistisch auf den verbleibenden Sommer: "Die Serie war gut, darauf lässt sich aufbauen. Vielleicht kann ich in dieser Saison auch noch ein bisschen weiter springen. Sollte es aber nicht mehr weiter gehen, dann ist das auch nicht schlimm. Brixen war der Höhepunkt und hier habe ich meine Leistung gebracht." Dass er damit den alten B-Jugend-Hessenrekord von Alexander Bub um 5 cm verbessert hatte, sollte noch erwähnt werden.

Leichtathletik schreibt: "Der Mann hinter der Leistung und dem Erfolg ist der in der deutschen Leichtathletik-Szene hinlänglich bekannte Hansjörg Holzamer". Roggatz meinte dazu: "Er ist eine große Unterstützung, er kennt mich einfach. Er weiß genau, wie er reagieren muss, wenn ich etwas falsch mache."

"Unser Verhältnis ist in Ordnung. Wir geraten zwar auch mal aneinander, aber so muss das auch sein. Wenn wir uns immer nur lieb haben, dann bringt das ja auch nichts", gab der Youngster, der auch immer noch eine Liebe zum Hochsprung hat, Einblick in die tägliche Arbeit. Der Heppenheimer Weitspringer war sogar in Eurosport zu sehen. Leider nur die beiden ungültigen Sprünge. Der Kommentator wies darauf hin, dass Coach Holzamer in der Vergangenheit fast immer Recht hatte in seiner Kritik am Verband.

Favorit für Rhede

Nach der U18-WM ist vor den Deutschen Jugend-Meisterschaften, die Anfang August in Rhede stattfinden. Dort ist Yannick Roggatz nun der klare Favorit. Diese Rolle nimmt er selbstbewusst an: "Ganz klar, das Ding will ich gewinnen. Nach Silber und Bronze in den letzten beiden Jahren muss diesmal schon Gold her."

Vorher gilt es für den neuen, den mit Bronze dekorierten Yannick Roggatz aber erst noch in Brixen die verbleibenden Tage zu verbringen und seinen Anteil für den Erfolg der deutschen Mannschaft zu leisten: "Jetzt freue ich mich aufs Anfeuern der anderen."

Wegen des Abbruchs der Veranstaltung am Donnerstag konnte nicht wie vorgesehen der Weitsprungweltrekordler Mike Powell die Siegerehrung vornehmen. Aber bei der Siegerehrung am Freitag war es sogar Europaleichtathletikpräsident Hansjörg Wirz (Schweiz), der die Springer ehrte.

Posted: Juli 2009

Südtirol und Yannick Roggatz fiebern der U18-WM entgegen

Noch knapp zwei Wochen sind es bis zur ersten U18-WM auf südtiroler Boden. Die Titelkämpfe "Südtirol 2009 (WM U18)" vom 8. bis 12. Juli in Brixen gelten als das Highlight im südtiroler Sportkalender. Rund 1.500 Athleten aus 178 Nationen haben ihr Kommen angekündigt. Und jetzt ist es auch amtlich: Yannick Roggatz vom TV Heppenheim ist Teil der Deutschen Nationalmannschaft für diese Weltmeisterschaften. Er wurde nominiert und die Einkleidung ist bereits in Reisen angekommen.

Die Qualifikation war stressig

Die Qualifikation war Stress pur. Nur wenige Zentimeter fehlten zur magischen 7,30 m-Marke. Im Grunde war es nie knapp. Es war nur die "verdammte Brettverweigerung". Während andere Weitspringer knapp übertreten, sprang Yannick seine Leistungen um 7,28 m meist vorm Brett.

Eigentlich nahm man an, der DLV würde ihn auch so mitnehmen. Aber der Springer wollte unbedingt die Norm erfüllen. In Schweinfurt (wir berichteten) war es dann soweit. Die 7,35 m waren wie eine Erlösung. Inzwischen ist die Einladung angekommen. Roggatz ist einziger Weitspringer Deutschlands.

Brixen ist ja nicht so weit von Heppenheims Partnerstadt Kaltern entfernt und man kann sich vorstellen, dass vom 8. bis 12. Juli Heppenheimer unter den Zuschauern sind und die Athleten und Athletinnen kräftig unterstützen.

14 Athletinnen und 19 Athleten wurden nominiert für Deutschland, dazu kommen noch die Mehrkämpfer. So viele Teilnehmerländer wie nach den Voranmeldungen hat es bei einer U18-WM noch nie gegeben. Doch die Titelkämpfe in Brixen sind nicht nur deshalb etwas Besonderes. 2.160 Betten in 31 Unterkünften aller Art werden Brixen in ein einziges Athletendorf verwandeln.

"Die Vorfreude ist groß. Auch die südtiroler Wirtschaft hat die Bedeutung dieser WM erkannt. Wie groß die Begeisterung ist, sieht man auch daran, dass wir bereits lange vor der WM das Freiwilligen-Kontingent von knapp 500 Helfern erreicht haben", sagt Organisationschef Rudi Rienzner. Brixens Schüler sind sogar schon seit Monaten im WM-Fieber. Sie haben im Rahmen des Projektes "Die Schule im WM-Fieber" Projekte zu sämtlichen Teilnehmerländern erstellt, die in den Schaufenstern und öffentlichen Gebäuden von Brixen ausgestellt werden.

Logistik als Herausforderung

Die größte Herausforderung in Brixen (Bessanone) ist die Logistik. "Wir werden täglich mit einer Flut von Anfragen aus aller Welt konfrontiert. Bei 178 Nationen ist das auch nicht verwunderlich", meint Geschäftsführer Stefano Andreatta. Eine logistische Herausforderung ist auch die Verköstigung. 5.000 Menus müssen täglich in fünf Mensen verabreicht werden. Da bedarf es einer minutiösen Planung.

Die neue Leichtathletikanlage in der Sportzone Süd hat ihre Feuertaufe bereits bestanden. "Das internationale Brixia Meeting für U18-Auswahlen war eine gelungene Generalprobe", sagt Stefano Andreatta. Ab 15. Juni wurde der Einwärmbereich errichtet und die Zuschauerkapazität im Stadion durch Zusatztribünen auf 5.000 erhöht. Es gibt allerdings nicht wenige, die der alten, schnellen Bahn nachtrauern.

Anreise bis München selbstständig

Die Deutsche Mannschaft muss selbstständig nach München anreisen (Bahn). Die Anreise nach Brixen erfolgt am Samstag, den 04.07.2009, bis spätestens 16 Uhr. Die Weiterreise erfolgt mit dem Bus, die Rückreise am 13.07. nach München. Die Mannschaftsleitung geht davon aus, dass die Mannschaft gemeinsam reist.

Wichtige Daten für Yannick

Yannick Roggatz ist am Mittwoch, 8. Juli um 18.40 mit der Quali dran. Die Qualifikationsweite sind die ominösen 7.30 m. Alle mit dieser Weite oder die 12 Besten bestreiten am Tag danach, Donnerstag, den 9. Juli, das Finale. In der Welt steht Yannick zurzeit an elfter Stelle. Er wird also alles geben müssen. Übrigens sind nur drei Hessen nominiert, Eurosport hat angekündigt, die Weltmeisterschaften zu übertragen.

Coach Hansjörg Holzamer wird mit Familie Roggatz zeitnah anreisen. Ein Quartier in Brixen, nicht weit vom Stadion entfernt, wurde gefunden. Ob und wie der Trainer auf den Einlaufplatz kommt und wie er seinen Springer im Stadion betreuen kann, steht noch in den Sternen. Aber die Situation kennt er ja nur zu gut.

Posted: Juni 2009

Mathes triumphiert über 200 m in Baunatal

Bei den verregneten Hessischen Meisterschaften in Baunatal (Kassel) am Wochenende lief für den TV Heppenheim nicht alles nach Wunsch. Remigius Roskosch gewann wie erwartet den Weitsprung, stauchte sich aber die Hüfte, das erklärt die indiskutable Weite von 7,05 m.

Larissa Mathes bei der weiblichen Jugend B kam im Endlauf über 100 m unerklärlicherweise nicht "in die Pötte". Sie verkrampfte im Endlauf und wurde nur Sechste mit 12,48 sec, nachdem sie im Zwischenlauf bereits 12,32 sec gelaufen war. Sie hielt sich im 200 m Sprint schadlos, wo sie bereits im Vorlauf mit 25,31 sec bei heftigem Gegenwind Bestleistung und Vereinsrekord gelaufen war. Mit 25,03 sec toppte sie diese Zeit noch im Endlauf und zeigte damit und ihrem überlegenen Sieg alte Stärke und freute sich auch über den neuen Kreisrekord. Sie zeigte deutlich auf, wohin bei ihr die Reise gehen wird.

Neuabiturient Felix Krauß lief in seinem ersten Männerjahr nah an seine Bestleistung heran und wurde Vierter im 400 m Lauf in 49,27 sec. Bei den äußeren Bedingungen eine Zeit, die gesteigert werden kann.

Felix Trogisch wurde in 400 m-Hürdenlauf der Männer überraschend Silbermedaillengewinner in 56,36 sec. Da er zurzeit im Examenstress ist, war man im Heppenheimer Lager hochzufrieden. Da ist auch mehr drin.

Der als Star der Veranstaltung angekündigte B-Jugendliche Yannick Roggatz gönnte sich nach dem Qualifikationsstress für die U18-Weltmeisterschaften sinnvoller Weise ein Pause. Der Verband war allerdings informiert.

Posted: Juni 2009

Yannick Roggatz schafft die Qualifikationsweite für die U18-Weltmeisterschaften in Brixen (Italien)

Im dritten Versuch war es soweit: ein lautes "JA!" hallte durch das Willy-Sachs-Stadion in Schweinfurt. Der Knoten für Yannick Roggatz, dem jugendlichen Weitspringer vom TV Heppenheim, war geplatzt. 7,30 m hätte er springen müssen. Ein Blick aufs Messband zeigte ihm an: 7,35 m.

Die letzten Wettkämpfe hatte er mit Weiten um 7,28 m diese Marke geradezu bombardiert; frustrierend war, dass er alle diese Weiten ohne Brett gesprungen war. Nun in Schweinfurt bei der Jugendgala und Ausscheidung der männlichen B-Jugend war die letzte Qualifikation für das Großereignis Weltmeisterschaft.

Diesmal hatte man alles perfekt vorbereitet. Man war schon am Freitag mit dem Zug angereist, die Eltern waren am entscheidenden Samstag mit dem Auto nachgekommen. Das Wetter in Schweinfurt war freundlich, aber der Wind wechselte ständig. Yannick meinte: "Das ist egal, heut liefere ich 'meine' 7,30 m ab..."

Coach Holzamer saß oberhalb der Zwischenmarke. Zunächst musste man mit einigen Unzulänglichkeiten zurechtkommen. Kein Kampfgericht an der Anzeigetafel. Außerdem bemängelte Yannick, dass nach dem dritten Durchgang die Reihenfolge nicht verändert wurde. Normalerweise hätte der Heppenheimer als letzter springen sollen.

Plötzlich sprachen auch andere B-Jugendliche über 7 Meter und aus heuten kam auch einer, der Yannick im Winter in Neu-Brandenburg geschlagen hatte. Roggatz ist dafür bekannt, gut kontern zu können. Aber Yannick blieb unbeirrt auf der Erfolgsspur. Er ließ weite Sprünge um die 7.30 folgen. Den Eltern fielen mehrere Steine vom Herzen. Interessant war, dass das Publikum voll hinter Roggatz stand. Man spürte, dass etwas Wichtiges ablief. Es kam Stimmung auf.

Der schwierigste Teil kam noch. Obwohl über die Nominierung erst am Dienstag abgestimmt werden kann, musste Roggatz die Einkleidung und den medizinischen Check über sich ergehen lassen. Hinzu kam ein endloses Interview mit dem Pressemanager des DLV. Zur Siegerehrung, wo er die Goldmedaille entgegennahm, kam er fast zu spät. Jedenfalls hat die Bundestrainerin ihn fest für Brixen vorgeschlagen.

Brixen liegt nicht allzu weit von Kaltern der Heppenheimer Partnerstadt entfernt. Vielleicht gibt es da Unterstützung für Yannick Roggatz.

Posted: Mai 2009

TVH bei der Kurpfalzgala in Weinheim

Die Weltmeisterschaftstests bei der Kurpfalzgala in Weinheim verliefen für den TVH nicht so wie gewünscht. Vor allem der Wind, der ständig drehte, machte den Weitspringern einen Strich durch die Rechnung.

Remigius Roskosch behielt zwar seine Jahresbestleistung für Deutschland, kam aber mit 7,66 m nur auf Platz vier hinter Nils Winter, der 7,81 m erzielte. Am 1. Juni in Wesel kommt es dann zum großen Showdown.

Der B-Jugendliche Yannick Roggatz gewann zwar überlegen das Qualifikationsspringen der U 18 und auch der U 20 mit 5 Sprüngen über 7 Meter. Er schrammte mit 7,24 m aber kanapp an der Qualifikationsnorm von 7,30 m vorbei. An diesem Tag war sie nicht zu erreichen.

Gut in Szene setzte sich Felix Krauß über 400 Meter der Männer mit einem vierten Platz und der neuen Bestleistung von 49,22 sec. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er die 49er Barriere knackt.

Die B-Jugendliche Larissa Mathes verpasste den Endlauf über 100 m der weiblichen Jugend A knapp mit 12,46 sec und wurde mit neuer Bestzeit von 25,56 sec Vierte im 200 m Lauf der weiblichen Jugend A.

Posted: Mai 2009

Regionalmeisterschaften in Groß-Gerau

Parallel zu den Deutschen Hochschulmeisterschaften fanden in Groß-Gerau die Regionalmeisterschaften (Region Süd) statt.

Der herausragende B-Jugendliche von TV Heppenheim, Yannick Roggatz, wurde seiner Favoritenstellung gerecht und gewann sowohl den Hürdenlauf (110m Hürden) mit neuer Bestzeit in 14,54 sec als auch den Weitsprung mit 7,21 m. Leider wurden beide Leistungen mit sehr viel Gegenwind erzielt, so dass Roggatz noch warten muss, bis er sein Ziel, die Qualifikation für die WM U 18 (7,30 m), erreicht hat.

Am Samstag bei der Kurpfalzgala in Weinheim dürfte es soweit sein. Hier startet auch Remigius Roskosch, der Jahresbeste, im WM-Test - vielleicht ein Grund, einen Abstecher ins Sepp-Herberger-Stadion nach Weinheim zu machen.

Gut in Szene setze sich in Groß-Gerau auch Felix Krauß bei den Aktiven. Er wurde im Sprint Zweiter über 100 m und über 200 m, hier mit neuer Rekordzeit von 22,89 sec. Auch im Sprint verhinderte der starke Gegenwind bessere Leistungen.


Posted: Mai 2009

Deutsche Hochschulmeisterschaften in Darmstadt

Die Bedingungen für den Weitsprung bei den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften im Bürgerpark Nord waren besonders für die Weitspringer zunächst wenig erfolgversprechend. Es war kalt, deshalb behielt der Favorit Remigius Roskosch vom TV Heppenheim, er startet für die WG Darmstadt, die Hosen (long tights) an. Hinzu kam ein schubartiger Wind. Das Stadion Nord wurde völlig renoviert allerdings die Weitsprunganlagen wurden auf den zweiten Bauabschnitt verschoben.

Roskosch sollte als Erster springen. Er wollte zeigen, was er im Trainingslager in Südafrika dazugelernt hatte und riskierte im ersten Versuch alles. Der Kampfrichter hob die rote Fahne, obwohl man nichts auf der Plastiklinie sah. Es war der weiteste Sprung des Heppenheimers, der aber mit der Serie 7,47 m, 7,72 m, 7,80 m und 7,84 m die Konkurrenz überlegen gewann.

Coach Holzamer rannte gleich zum Windmesser, 1,5 m/s - legaler Sprung: Bestleistung für Roskosch und Deutsche Jahresbestleistung.

Bei der Siegerehrung erhielt Roskosch die Goldmedallie unter dem Beifall des spärlichen Publikums.

Posted: Mai 2009

Kreismeisterschaften in Bürstadt

Die besten Sprinter im Kreis kamen vom TV Heppenheim. Remigius Roskosch (links) gewann überlegen über 100 m mit 10,96 sec, Felix Krauß (rechts) wurde Zweiter, gewann aber überlegen die 200 m in 23,02 sec, Felix Trogisch (Mitte) siegte über 400 m in 51,02 sec.

Yannick Roggatz schloss seine umjubelte Sprungshow mit 6,95 m bei heftigem Gegenwind als Sieger ab. Zudem gewann er die 200 m in 23,85 sec.







Alle Sprinttitel gingen an Larissa Mathes vom TV Heppenheim, zudem der Weitsprung mit 5,18 m.

Eine Sonderehrung für Yannick Roggatz für seine herausragenden Leistungen im Wettkampfjahr 2008, vor allem im Nationaltrikot.



Posted: Mai 2009

Trainingslager in Stellenbosch (Südafrika)

Coach Hansjörg Holzamer mit seinem Schützling Remigius Roschkosch im Stadion der Uni Stellenbosch, Südafrika. Im Hintergrund die Berge, die Stellenbosch umgeben, und das Sportzentrum der Universität mit Schwimmbecken, zahllosen Krafträumen, Tanzsälen usw. - für Europäer traumhafte Bedingungen.

Obwohl es in Südafrika derzeit Herbst war, hatte der Weitspringer Roskosch dort die besten Bedingungen zum Training. Der englische Rasen war gepflegt und unerreicht in seiner Qualität. Auch Teile der deutschen Leichtathletik-Nationalmannschaft bereiteten sich auf die Weltmeisterschaften 2009 in Berlin vor.

Posted: April 2009

Weitsprungreferat in Hannover

Am Samstag musste Coach Hansjörg Holzamer einen Vortrag über die neusten Erkenntnisse im Weitsprung in Hannnover halten - einen Tag vor dem Abflug ins Trainingslager nach Südafrika. Die Einladung konnte nicht mehr rückgänging gemacht werden, alle Teilnehmerplätze waren ausgebucht.

Die Teilnehmer an der Niedersächsischen Sportakademie waren besonders an der 8,71 m Leistung (Europahallenrekord) von Sebastian Bayer interessiert. Hier konnte der Heppenheimer Coach gestochen scharfe Serienbilder anbieten. Seine internationalen Kontakte zahlten sich hier aus. Bis jetzt sind nur die Fernsehbilder verfügbar und die sind wegen der Geschwindigkeit sehr verwischt.

Insgesamt 5 Stunden referierte Hansjörg Holzamer unter dem Beifall der B- und A-Trainer des Niedersächsischen Leichtathletikverbandes.

Posted: März 2009

Sensation durch Roggatz in Hanau

Dieses Mal war alles anders bei den Süddeutschen Meisterschaften in Hanau. Coach Holzamer saß, wenn auch geschwächt, auf der Tribüne und konnte seine Athleten steuern. So geriet der Weitsprung der Männer zu einer richtigen Lehrstunde und zudem für die Zuschauer zu einem wahren Krimi.

Roskosch (TV Heppenheim) als einer der Favoriten begann mit schwacher Leistung, 6,97 m. Holzamer verließ seinen Beobachtungsposten und es gab eine Diskussion der Fehler. Im nächsten Versuch setze sich Roskosch an die Spitze mit 7,47 m. Die Führung wechselte ständig zwischen drei Athleten, bis Roskosch bei seiner Hallenbestleistung von 7,67 m angekommen war.

Die Halle stand inzwischen wie ein Mann hinter ihm. Im letzten Versuch entriss ihm der 8-m-Springer Oliver König (München) mit 7,76 m den Sieg. Roskosch hatte aber noch einen Sprung. Die Halle skandierte 7-7-6, das war seine Startnummer, die hätte zum Sieg gereicht, aber Remigius lief durch. Für heute noch zu viel. Für den Trainer war nur eines wichtig: In den letzten zwei Wettkämpfen gab es keinen Übertritt, die Maßnahmen scheinen zu greifen.

Groß in Szene setzte sich der B-Jugendliche Yannick Roggatz (TV Heppenheim) in Hanau. Er gewann den Weitsprung überlegen mit 7,14 m und setzte am Sonntag gegen Ende der Veranstaltung mit neuer Bestleistung und 2,05 m im Hochsprung den sensationellen Schlusspunkt. Auch hier teilweise mehr ein Training. Alle Höhen bis 1,99 m meisterte er erst im dritten Versuch, beim dem die Latte wackelte, aber liegen blieb.

Dann wurde er immer souveräner und bot dem Publikum eine richtige Flugschau. Bei 2,08 m nach missglücktem Versuch entschloss man sich aufzuhören, aber 2,05 m hatte er so hoch überquert, dass auch diese Höhe in Zukunft noch möglich sein wird. So ist das beim Hochsprung - man endet immer mit einem scheinbaren Misserfolg.

Gut auch Sprinterin Larissa Mathes. Über 200 m der weiblichen Jugend B wurde sie Zweite, erneut mit Vereinsrekord von 25,41 sec, und im 60 m Lauf nach schwachem Start mit 7,88 sec Vierte. Für ihr Trainingspensum waren das etwas zu viele Läufe, aber ihr großes Talent blitzte durch.

Zwei Gold- und zwei Silbermedaillen mit drei Athleten - eine großartige Ausbeute für den TV Heppenheim und seinen Trainer.

Posted: Februar 2009

Barriere überwunden

Bei den Hessischen A-Jugend Hallenmeisterschaften in Frankfurt-Kalbach stellte Yannick Roggatz vom TV Heppenheim seine Klasse auch bei der A-Jugend unter Beweis.

In Abwesenheit seines Trainers Hansjörg Holzamer kam er zwar mit dem Anlauf im Weitsprung nicht ganz zurecht. Alle Sprünge aber waren jenseits von 7 Metern, meist aber weit vorm Brett. So musste er sich mit 7,12 m um zwei Zentimeter geschlagen gegeben. Leider konnte er die Verbesserung seines Konkurrenten im letzten Versuch, er sprang erst nach ihm, nicht mehr kontern. Hier steht eine erhebliche Leistungssteigerung kurz bevor.

Besser lief es am Sonntag im Hochsprung. Hier sprang die ehemalige Weltklassespringerin Anja Wolf-Blanke, heute Hessische Präsidentin und Freundin der Heppenheimer Leichtathletik, in die Breche und gab Tipps. Die Folge: Yannick Roggatz wurde nicht nur Hessischer A-Jugendmeister sondern überquerte nach zweijährigen vergeblichen Versuchen zum ersten Mal die magische 2 Meter Barriere im zweiten Versuch und wurde in der höheren Jugendklasse Hessischer Meister.

Am kommenden Wochenende sind in Hanau die Süddeutschen Meisterschaften. Hier gehen die Heppenheimer Asse Roskosch, Roggatz und die neue Sprinthoffnung Larissa Mathes in ihren Klassen mit großen Aussichten an den Start.

Posted: Januar 2009

TVH-Leichtathleten bei den Hessischen Hallenmeisterschaften erfolgreich

Das Trainingslager in Fuerteventura der Leichtathleten Roskosch und Roggatz vom TV Heppenheim wurde in seinem Erfolg durch die Pannen beim Heimflug stark in Mitleidenschaft gezogen. Yannick Roggatz, der früher zurück musste wegen der Schule, saß 9 Stunden fest, davon über 5 Stunden in Madrid auf dem Gang. Ohne Wärme und Sitze lagen die Passagiere auf den Gängen und froren. Weitspringer Roskosch und Coach Hansjörg Holzamer wurden in Madrid kreuz und quer durch den Flughafen geschickt, dort herrschte ein vollständiges Informationschaos.

Ergebnis war, dass der Coach mit Bronchitis zu Bett liegt und seinen Athleten beim ersten Start im neuen Jahr nicht helfen konnte. Dennoch war man mit den Erfolgen in Hanau vollauf zufrieden. Remigius Roskosch gewann den Weitsprung der Männer mit 7,27 m überlegen, aber konnte nicht voll gehen, das Trainingslager steckte in den Knochen. „Ich ging völlig zu…“ meinte er. Etwas Positives gab es dennoch. Er hatte keinen Übertritt zu verzeichnen.

Yannick Roggatz siegte bei der B-Jugend mit 7,20 m, für ihn Hallenbestleistung, war jedoch mit dem Ablauf nicht zufrieden. Im Hochsprung wurde er mit 1.84 m Dritter nach großem Pokern. Pech hatte er im 60 m Hürden-Lauf, wo er im Gegensatz zum Vorlauf im Endlauf einen sensationellen Start hatte, dadurch aber zu dicht an der ersten Hürde kam und so hineinkrachte, dass er auch die zweite Hürde voll mitnahm und am Ende nur Dritter mit 8,48 sec wurde. Schon im Vorlauf war er eine wesentlich bessere Zeit gelaufen. Das soll in 14 Tagen bei den Süddeutschen Meisterschaften alles besser werden. Dann wird auch der Coach wieder unterstützen können.

Die Überraschungszweite bei der weiblichen Jugend B von 2008 im Freien, Larissa Mathes, festigte diese Position trotz miserablen Starts über 60 m in 7,80 sec und wurde im Weitsprung Fünfte mit 5,14 m. Dafür, dass sie nur das obligatorische Hallentraining in HP mitmacht, ein voller Erfolg. Am Sonntag wartete sie allerdings mit einem Paukenschlag auf und gewann mit persönlicher Bestleistung und Vereinsrekord die 200 m in 25,55 sec.

Vorjahressieger Felix Trogisch wurde diesmal über 400 m nur Siebter. Hier konnte man die vielen Ausfälle im Training durch das Studium deutlich erkennen. Noch vor ihm lag Vereinskamerad Felix Krauß mit 50,67 sec auf dem sechsten Platz.

Posted: Januar 2009

TVH-Athleten treffen Olympiasieger

Im Wintertrainingslager der Leichtathleten des TV Heppenheim traf Coach Hansjörg Holzamer einen alten Bekannten: Hochsprunglegende und Olympiasieger von 1984 Dietmar Mögenburg.

Wie oft hatte man sich Ende der achtziger Jahre in Estepona (bei Malaga) zum Trainingslager getroffen.

Es gab viel zu erzählen. Mögenburg hat zwei talentierte Kinder, die er jetzt ausbildet. Mögenburg hat sich beruflich nach Norwegen orientiert und seine Kinder gehen dort auf ein Sportgymnasium.

Er wollte natürlich viel wissen, seine Stärke ist das Bewegungssehen. Er merkt jetzt, wie schwierig das Traineramt ist. Remigius Roskosch und Yannick Roggatz, beides Weitspringer, waren dem Winter in Deutschland entflohen und tankten Kraft für die Saison 2009 in Fuerteventura, einer der Kanarischen Inseln. Hürdenläufer Felix Trogisch musste wegen Verpflichtungen seines Studiums auf eine Mitreise verzichten.

Posted: Januar 2009




 Back to Top